Sonntag, 5. Juli 2009

Rheinland Pfalz Tag

Meine lieben Freunde,

Bad Kreuznach ist nicht sonderlich weit weg
von meiner Heimat und es erfüllt mich bei dem
Gedanken an den Rheinland Pfalz Tag
ein ganz und gar sonderbares Gefühl.
Es ist nicht so recht zu beschreiben.
...
Fotos möchte ich vom Festzug machen
und nette Begegnungen sammeln.
Heute Abend gebe ich Euch sehr gerne Rückmeldung.

Bis bald
Alles Liebe.
Euer Christian.

Samstag, 4. Juli 2009

Schläger

Meine lieben Freunde,

die Nachrichten über diese schlagenden Schüler aus der Schweiz
machten mich nachdenklich. Es hätten genauso deutsche Schüler sein können.
Darum geht es in keiner Weise. Doch ich stelle mir die Frage, wie sowas kommt ?
Was in den Tätern dazu führte: zu diesem Dammbruch.
Einfach g´rade mal so, ohne persönlichen Bezug zum Opfer
zuzuschlagen. Aus Langeweile, aus Faszination an Gewalt.

Eine Schweizer Tageszeitung umschreibt jugendliche Intensiväter folgendermaßen:

"Das ist der typische jugendliche Intensiv- und Mehrfachtäter:

Er ist männlich.

Er stammt aus aus bildungsfernen Schichten.

Er hat einen «Migrationshintergrund».

Er lebt bezüglich Familie, Schule, Arbeit und Drogenkonsum in problematischen Verhältnissen."

Ich hatte bereits häufiger mit jungen Männern Umgang, die zu diesen Personengruppen zählen und allesamt zudem eine falsche Definiton von
Männlichkeit und Mannsein besitzen:

Messer dabei, Gewalt als Lösung, Frau als minderwertig, Recht des Stärkeren,
Hass auf Fremde und jene die nicht ins Schema passen.

Damit aber ein solcher Dammbruch eintritt ?
Damit es zu einer solchen Eskalation bei mehreren Jungmännern gleichzeitig kommt ?
Was muss dafür noch verantwortlich gemacht werden ?

-Alkohol, Drogenkonsum und eine daraus folgernde Enthemmung
-eine längerfristige, intensive Faszination am Ausüben von Gewalt,
genährt und vergegenwärtigt in Form von Literatur, Videos, Computerspielen.

Um es auf den Punkt zu bringen möchte ich es nun plaktaiv sagen,
jedoch in keinster Weise ironisch oder gar zynisch,
sondern toternst:

hätten sich diese jungen Männer Tag und Nacht mit dem Vorbereiten von
Kirchenliedern oder dem Rosenkranzbeten beschäftigt,
anstatt mit den irren und destruktiven Aussagen von Gewaltvideos,
wäre mit aller Warscheinlichkeit nicht so eine Gewaltatacke
gegen Unschuldige dabei herausgekommen.

"Die (schlechte) Begierde gebiert die Sünde,
die Sünde gebiert den Tod."

Bei allem Bemühen mich hineinzudenken.
Es nachzuvollziehen.
Ich verstehe es nicht so recht.

Geschieht mir persönlich Leid oder Unrecht,
so bete ich um Gerechtigkeit und Bekehrung
für die Täter. Stelle sie bewusst unter das Kreuz
Jesu Christi. Vertraue sie der Fürsprache Mariens an.

Bin ich verwundet, verletzt, zu Boden geworfen,
habe ich den Drang Anderen Gutes zu tun,
um Ihnen wenigstens eine heile Welt zu schenken,
mich mit ihnen und an ihnen zu erfreuen.

Ihr Lächeln zu sehen, ihre Freude, ihr Glück,
vielleicht auch ihren Dank.

Die Faszination am Zerstören, an Gewalt, am Töten,
sie ist zu innerst teuflisch, destruktiv, der Kultur des Todes zugewandt,
dem Geist der Fremdheit und der Zwietracht.

Sie beginnt bereits im Kleinen.
Im Neid, dem Andern sein Glück, seinen Erfolg nicht gönnen,
sich an seinem Leid und seiner Not ergötzen.

Beten wir darum, dass Gott solche Regungen des Bösen
immer mehr aus unseren Herzen brennen, absterben lassen,
oder verwandeln möge.

Liebe Grüße.
Euer Christian.

Heute meine lieben Freunde

schwänze ich zugegebenermaßen das Zusammensein mit Brigitte,
weil ich den Rasen mähen und den Briefverkehr (analog und elektronisch)
abarbeiten möchte.

Zudem habe ich u.a. eine hochinteressante Studie der Uni Mainz entdeckt,
welche sich fruchtbar in das Thema meiner Diplomarbeit einfügt.
Die 7 Tugenden sind zweifelsohne auch "Leitbilder" mit einer fundamentalen,
soziologischen Tragweite für die Sonderseelsorge.
Alle Bereiche der Sonderseelsorge. Nicht nur für die Bundeswehr.

Jeder Mensch hat bewusst oder unbewusst ein Leitbild.
Eine Lebensmaxime.
"Reich, schön, erfolgreich."
"Macht- und Erfolgsbewusst, das im Beruf verwirklichen,
was man zu Hause nicht darf."
Oder wie auch immer.

Vielleicht wollt Ihr die Studie über spezifische Leitbilder lesen und
die daraus folgernden Leitsätze. So möchte ich sie Euch nicht vorenthalten.

http://www.polizei.rlp.de/internet/nav/d3c/d3c409c6-071a-9001-be59-2680a525fe06&_ic_uCon=91550423-21ac-c001-44b9-4615af5711f8&conPage=1&conPageSize=50.htm

http://www.polizei.rlp.de/internet/med/40b/40b03351-c6d0-0144-b946-15af5711f80c,22222222-2222-2222-2222-222222222222,isDownload.pdf

Des weiteren wartet ein Orgeltisch zum Kennenlernen auf mich,
wie ich ihn noch nie erlebt habe. Er ist durch und durch professionell.
Vielleicht vergleichbar mit der Pilotenkanzel eines Jumbo Jets
und einer Chessna.

Bis später.
Viele liebe Grüße.
Euer Christian.

Freitag, 3. Juli 2009

Bunt gemischt

meine lieben Freunde,
habe ich Euch eine Rückmeldung zu geben.
Einfach so.

Wenn Ihr denn Lust dazu habt.

Wo ich heute überall war ?
Ja. Hm.
In Speyer.

Weil ich u.a. dringend eine Printversion des "Directorium Spirense" benötigte.
Herr XY hatte mir unbürokratisch seine Hilfe zugesagt.
Auch wenn er es garnicht müsste, sicher Wichtigeres zu tun hat.
Doch er führte mich zu jener Dame, welche die Dierectorien ausgibt.

Er war überaus hilfsbereit, mitmenschlich, freundlich.
Denn alleine im Ordinariat ?
Da wo mich Szuba rausgeschmissen hat,
als ich lediglich wissen wollte warum man mich ablehnt ?
Gottlob war er dabei.

Im Treppenhaus traf ich den neuen
Vorsteher des Ordinariates.
"Gelobt sei Jesus Christus !", sagte ich beflissen
mit meinen kurzen Hosen und den Turnschuhen.
Doch er schaute mich nur finster an,
in seinem Anzug und dem Römischen Halsband.
"Collar": sagt man so glaube ich dazu.

Es bringt die Verbundenheit mit Rom
und dem Heiligen Stuhl zum Ausdruck.

Danach fuhr ich nach Mannheim zum Einkaufen.
Nur das Nötigste. Dabei einen Kaffee im Kaufhof
und den Leuten zuschauen. Sowas mag ich sehr.

"Hallo Christian !!",
rief mir eine hübsche junge Frau, mit langen
dunkelroten Haaren im Kaufhof zu und winkte
freudig. Ich winkte dankbar zurück.
"Hallo !!"

Aber sie war mir völlig unbekannt.
Hatte sie zuvor noch niemals gesehen.
Soweit ich´s in Erinnerung habe.

Kennt sie mich möglicherweise nur von "You Tube" ?
Ergeht es den jungen Sängern z.B.
von "Tokio Hotel" ähnlich, wenn sie in die Stadt gehen ?
Hahaha.

Doch ich bin nur ein Mr. No-Name,
müsste normalerweise voreingenommen, lieblos,
verklemmt und verhaltensauffällig sein,
um dem Klischee meiner Ausbildung zu entsprechen.

Tue ich das ? Bin ich das ?
...
Wie dem auch sei. Egal wie ihr nun
insgeheim in Eurem Herzen urteilt.

So wünsche ich Euch allen
aus innigem, brennendem Herzen
eine frohe, gottgesegnete, zufriedene Nacht.
Schöne, glückselige, himmlische Träume.
Wenn sie denn Gott schenken mag.

Bis bald.
Euer Christian.

Mitleid

empfinde ich, meine lieben Freunde,
für Jene die im rein Innerweltlichen gefangen sind.

Für die es nur subjektivistisch das mit eigenen armen Sinnen
Erfahrbare gibt. Wie eingeschränkt, wie kleinkariert ist sowas.

Mindestens so sehr, wie die Behauptung, dass die Erde nur eine Scheibe ist,
oder ein Kind im Mutterleib nach der Empfängnis
noch kein richtiges Kind, erst nach der X-ten Woche.

Man wird irgendwann reif genug sein und erkennen:

-dass ein Kind ab der Zeugung vollwertiges, menschliches Leben ist.

-dass es eine Dimension des rein Geistigen, Ewigen, des "Himmels" gibt,
einen Gott.

-dass Kriege zu nichts führen.

-dass alle Menschen unveräußerliche Grundrechte haben:
auch darauf glücklich zu sein, geachtet, geliebt zu werden, usw.

-dass es nur darauf ankommt möglichst viel zu Lieben.

Liebe Grüße.
Euer Christian.

Donnerstag, 2. Juli 2009

"Duc in altum !"

Meine lieben Freunde,

mit einem Beitrag meines "You Tube" Bekannten Fabrizio
möchte ich Euch heute herzlich grüßen. Romantisch, melancholisch,
träumend, sehnsüchtig ist sein Beitrag. Wundervoll. Herrlich.



Mit dem Vorzimmer meines Ex-Idols sprach ich heute.
Auch wenn´s mir niemand glauben mag: das Ausmaß des Schmerzes
der mein erbärmliches Herz durchzieht, über den Verlust meiner
geliebten Brüder und die unschuldige Sehnsucht
nach dem Beisammensein mit ihnen,
kann vermutlich nur Pater Rupert erahnen.

Pater Rupert bitte hilf doch endlich !
Lass mich endlich, endlich meinem Ziel greifbar näher kommen.
Kannst auch Du nichts machen ?
Hast auch Du keine Zivilcourage Dich vor mich zu stellen ?
Auch Angst um Deine Pfründe ?
Dass man Dich wegen mir mobbt ?
Nach Hintertupfing zwangsversetzt ?
Wieder ins Kloster sperrt ?
Predigtverbot erteilt ?

Pater Rupert tu doch endlich was !

Liebe Grüße.
Dein und Euer Christian.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Ins Bistro des Herrn "Niemand"

fahre ich heute Abend meine lieben Freunde,

nach einem vollbrachten, erfüllenden Tagwerk.
Einen Kaffee trinken und ein nettes Pläuschchen suchen.

Es befindet sich in der biederen Stadt wo "die Rüben blühen".
Falls Ihr nun wisst wo das ist, "zufällig" in der Nähe seid
und Lust habt: so könnt Ihr mich dort sehr gerne besuchen,
mir ein bisschen Gesellschaft schenken.

Dankbar wäre ich dafür. Bereichernd wäre es sicherlich
für alle Beteiligten. Dies ist gewiss.

Wasserturm

Auf den Weg dorthin befindet sich eine herrliche
Lux Installation, sprich: Licht Installation
an einem scheinbar profan, banalen Wasserturm.

Zugegebenermaßen könnte ich
vor diesem und in dessen Nähe
stundenlang verweilen, über die verwendeten
Farben Grün, Blau innig betrachten.

Über das Wasser an sich; die Quellen des Lebens;
Liebens; zwischenmenschlicher Gemeinschaft.
Über das neue geistliche Lied:
"Ins Wasser fällt ein Stein" und dessen
tiefsinnige, weitreichend metaphorische
Bedeutung.

Ich danke Euch inniglich für Den Besuch
auf meiner Seite, in meinem Blog !
Es ist schön dass Ihr hier seid !

Wünsche Euch allen einen frohen, erfüllten Abend.
Bis bald. Alles erdenkliche Liebe.
Euer Christian.

Dracena

Zum Ende des Studiums, zu Beginn der großen Prüfungen,
sagte ein Mitalumnus beim Mittagessen im Seminar zu mir:
"Du wirst Deinen Palmzweig schon noch bekommen."

Heute morgen machte ich ein Foto vom blühenden Palmzweig
in unserem Garten. Ja, er blüht mittlerweile wundervoll.
Es ist eine wahre Pracht.

Palmzweig

Niemals war ich darauf aus einen Palmzweig für mich in Anspruch zu nehmen.
Hätte mir so sehr die banale Mitte gewünscht.
Doch was soll´s. Wir machen eben das Beste d´raus
und gehen einfach den Weg tapfer weiter.

Alles Liebe.
Euer Christian.

Geißbock und Saumagen

Meine lieben Freunde,

heute darf ich wiederum die Orgel spielen
und es erfüllt mich mit Dankbarkeit und Freude.
In einer Region wo andere Urlaub machen, wo schon Gorbatschow
zu Gast war und Helmut Kohl möglicherweise seine Wahlheimat inne hat.

Zur Vorbereitung auf die Hl.Messe verlangt es eine intensive Reaktivierung
des Psalmengesanges, wohlweislich in nachkonsiliarer, deutscher Übersetzung.
Es wirkt für den Otto-Normal Bürger möglicherweise trotzdem irgendwie
Kloster ähnlich und alle erdenklichen Personen wollten mich schon in ein Kloster
nötigen. Aber ich sehe meinen Weg und meine Berufung nicht in einem solchen.

Die Welt, mit all ihren Eindrücken und Farben, Schattierungen,
Freuden und Traurigkeiten: sie ist durch und durch heilig, gottgewollt und gesegnet.
Auch und gerade im Jahr 2009. Unsere Zeit ist nicht schlechter als andere Zeiten.

Wohl eher im Gegenteil. Seit Kreuzestod und Auferstehung unseres Heilandes
Jesus Christus sind mittlerweile ~2000 Jahre vergangen und wir sind auf dem Wege
zu einer neuen, österlichen, erlösten Welt des großen Völkerfriedens,
ohne Krankheiten, Not, Leid und Unrecht. Daran glaube ich, darauf vertraue ich.

In der Stadt, im Supermarkt, auf der Straße: überall kann ich mich oft kaum satt
sehen an der Vielfalt und Fülle unsere Welt, unseres Lebens, dieser Zeit.
Trotz aller oder gerade in aller Defizienz.

Wer aus trüben Brillengläsern hinter hohen Klostermauern argwöhnisch
behauptet, dass die Welt böse ist: der ist selbst lieblos und böse.
Wer nur auf das Schlechte beim Anderen schaut, lieber in den Wunden Anderer
rührt, argwöhnisch und voller Misstrauen ist: hat nicht viel mit Erlösung zu tun.

Bis bald.
Alles Liebe.
Euer Christian

Dienstag, 30. Juni 2009

Directorium Spirense

Meine lieben Freunde,

zur Nacht möchte ich Euch gerne noch einen anderen Link
weitergeben, der mir liebenswürdigerweise heute genannt wurde,
um den ich bis dato nicht nicht wusste, der mir sehr wertvoll ist.

http://cms.bistum-speyer.de/www1/index.php?mySID=0985a7f79b6e2b8ae57efd9966a2ad63&cat_id=23645

Dieses hier im PDF-Format gefertigte Büchlein
liegt in Print Version in jeder Sakristei der Diözese Speyer.
Es sind sozusagen die tägl. "Geschwader Befehle" des Bischofes
für seine Diözese, in Bezug auf die zu verwendenden liturgischen Texte,
die Farbe der Kleidung, die Gedenktage der Heiligen u. der verstorbenen
Diözesanpriester, uvm. Um alle verwendeten Kürzel zu verstehen
bedarf es gewisser Übung.

Vielleicht findet Ihr ein bisschen Interesse
oder Gefallen daran. Meines Wissens nach unterliegt das Directorium
keiner Geheimhaltungs-Classification. Sonst würde ich Euch den Link wohl
auch nicht nennen. Schließlich möchte ich nicht des Morgens ein
Sonderkommando der Schweizer Garde vorm Bett stehen haben *Grins*

Bis bald.
Alles Liebe.
Euer Christian.

Kuba

Meine lieben Freunde,

heute möchte ich Euch einen Link benennen,
der den Reisebericht eines meiner Freunde von "You Tube"
nach Kuba wiedergibt. http://de.indymedia.org/2009/06/253224.shtml
Er ist politisch links orientiert und favorisiert einen parlamentarischen Sozialismus.

"Gerechterweise und als Ausdruck meiner aufrichtigen Wertschätzung verlinke ich Deinen Reisebericht in meinem Blog. Hoffe dass dies in Deinem Sinne ist. Auch wenn ich mich pers. für ein Leben nach Lehre der röm.kath.Kirche, jenseits einer bestimmten politischen Ausrichtung entschieden habe, so halte ich es für elementar wichtig mit allen denkbaren Weltanschauungen befasst zu sein.", so schrieb ich ihm dazu, so erkläre ich es Euch, falls es denn Euer Interesse findet.

Zugegebenermaßen hat mich das Werk von Madeleine Delbrêl "Auftrag des Christen
in einer Welt ohne Gott" sehr berührt, mir viel mit auf den Weg gegeben, vor allem im Umgang mit einem totalitären Kommunismus, allgemein gesellschaftlichen Systemen, welche die Dimension Gottes und des Glaubens ausblenden oder gar bekämpfen wollen.

Jeder liest eben bewusst oder unbewusst durch seine eigene Brille hindurch,
selbst wenn er sich intensivst darum bemüht gerecht, objektiv,
mit einem "Seins-Treuen Gedächtnis" zu leben.
...
Ansonsten ?
Vieles Gute wächst wieder, nach einer Zeit unverschuldeter Dürre.
Wiederum spreche ich in Metaphern und hoffe dass Ihr das Dahinter
im Blick behaltet, es zu deuten wisst, auf die Meta-Ebenen schaut.
Besser gesagt, ich gehe nun einfach vertrauensvoll davon aus.

Die Bilder. Sie haben eine unbeschreibliche, nicht abzusehende Kraft.
Bis hinein in die tiefsten Schichten der Psyche.
Sie verändern, beeinflussen, prägen, formen unweigerlich,
so es der Geist Gottes denn will. Davon bin ich vollkommen überzeugt.

Was mich immer wieder zum Nachdenken bringt ?
Die dogmatischen Aussagen zur Verwobenheit der 3 göttlichen Personen
untereinander und miteinander, ineinander in einem göttlichen Wesen.
Sinngemäß und auf den Punkt gebracht, wird diese zu allererst
mit "Beziehung, Kommunikation, Verständigung" umschrieben.

Was wäre wenn ?

Was wäre wenn in der Zukunft man nur mit Kraft eigener Gedanken
Computer und Handy bedient, Sms und E-Mail schreibt ?
Durch freiwillige Implantate direkt Gedanken austauscht ?
Auf Wunsch hin, die eigenen Gedanken bei den Anderen "hörbar" werden ?
Wie bei der neuen Funktion in "You Tube", wo man anzeigen kann,
was man grade anschaut, schreibt, tut ?

Wäre dies gut oder schlecht ?
Würde dies nicht zwangsläufig zu mehr Aufrichtigkeit, Verständnis, Nachsicht,
Mitgefühl, Empathie, Echtheit führen ?

Ein Fallbeispiel:
"Oh. Er hat gerade auf den 'Alles Anzeigen Modus' gestellt und ich nehme wahr,
dass mit uns die Chemie nicht stimmt, dass er traurig ist, ängstlich, sehnsüchtig, satt, gelangweilt, hochmütig, usw. Nun kann ich endlich adäquat reagieren, ohne Irrtum und Missverständnis."

Die Entscheidungsfreiheit bleibt trotzdem und die des eigenen Willens gewahrt.
Aber flasche Aussagen und Wahrnehmungen wären ausgeschlosssen.

Alptraum oder Wunschtraum ?
...
Beim Abschied schaute ich ihn hilflos an.
"Alles klar ?"
"Ja."
"Habe nur Mut !"
"Ja. Wir wollen tapfer den Weg weitergehen."

Eigentlich sind wir uns realtiv fremd.
Hatten im Rahmen des Studiums nicht viel miteinander zu tun.
Doch nun ?
Keine Ahnung.
Wir werden sehen.
...
Bis bald.
Alles Liebe.
Euer Christian.

Montag, 29. Juni 2009

Nur geträumt

Meine lieben Freunde,

heute Nacht hatte ich was geträumt. Es war ein seltsamer Traum und ich weiss,
dass der Inhalt von nächtlichen Träumen nicht nur Spiegelbild der eigenen Psyche ist,
sondern in teils geheimnisvoll verworrenen Bildern Gott und die Welt
des Ewigen sich manchmal melden, was sagen, zum Ausdruck bringen.
Ähnlich wie es im Buch "Heinrich von Ofterdingen" beschrieben wird.

Es ist m.E. eben nicht nur die "Mauer des Pradieses" über die wir partout
nicht schauen können, sondern oft der geheimnisvolle Vorhang, durch den man
umrisshaft, schattenhaft Dinge aus der Welt des Ewigen erkennt.

Alles Irdische, alles Erschaffene ist des Weiteren ein Bild und ein Gleichnis
für die Dimensionen der Ewigkeit. Ausnahmslos alles. Sei es scheinbar noch
so banal und alltäglich.

Damals, vor mittlerweile etlichen Jahren, zum Ende meines Studiums besuchte ich
im Schloss Ratibor in Roth/Mittelfranken die Chagall Ausstellung. Sie war faszinierend
und gewisse Bilder prägten sich mir tief in die Erinnerung ein. Zum Beispiel das von Kain und Abel und vom Sündenfall im Paradies. Chagall verwendet eine sehr bedeutsame Farbsymbolik und seine Bilder muten nicht so verworren an,
wie jene von Picasso.
...
Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses stand ich.
Dort im Gang hockte ein Mann vor einem Sicherungsschrank. Er trug eine Uniform und zählte zu meinen Brüdern die ich fürchte und lieb habe. Ich nährte mich ihm
ganz vorsichtig und sprach mit ihm. "Ehm. Verzeihung ?! Kann ich ihnen irgendwie
behilflich sein ?" Er versuchte anscheinend irgendwelche Sicherungen der Hausinstallation zu orten. Sinngemäß hielt er mir nun vor, dass ich der "Schreck" bin.
Doch nach kurzer Zeit suchten wir gemeinsam die benötigte Sicherung.
Die Schalter wirkten abgenutzt, verschlissen. Es wurden anscheinend über Jahre und Jahrzehnte immer nur die gleichen verwendet.

Plötzlich fand ich an einer anderen Stelle innerhalb des Schaltschrankes einen scheinbar
unbenutzten, unversehrten Sicherungsautomaten. Er war mit zwei Schaltkreisen
ausgestattet. Enthielt zwei Schalter. Sie waren ineinander gearbeitet und hatten ein Endstück aus transparentem, gelbem Kunststoff. Doch ich wusste nicht für was er zuständig ist.
...
Das war´s. Das war der Traum und man könnte nun darüber deuten.
Ausprobieren für was der unbekannte Sicherungsautomat zuständig ist,
im Handbuch nachlesen falls es eines dazu gibt, einen Installationsplan suchen.
Das würde ich tun, zusammen mit meinem Bruder. Ohne mich hätte er warscheinlich
den verborgenen, nie genutzten Sicherungsautomaten nicht gefunden.
Doch ob er ihm behilflich ist, das weiss ich nicht.

Viele liebe Grüße.
Euer Christian.

Sonntag, 28. Juni 2009

NW

Meine lieben Freunde,

dankbar darf ich Euch sagen, dass das
Orgelspiel heute morgen durchweg in Ordung war,
funktionierte, ich darüber sehr froh bin.

Danken möchte ich Euch, die ihr mir in Gedanken und Gebet beigestanden habt,
wie und auf welche Weise auch immer. Dazu reicht bereits ein kurzes, inniges Stoßgebet, Herzensgebet. Denn Gott hört immer zu, er ist bekanntermaßen der
"Ich bin da !"-Gott, der Allmächtige, "der Auge und Ohr geschaffen hat"
somit logischerweise eben auch alles hört und sieht. Auch unsere Gedanken,
unsere Gefühle, unsere Nöte und unsere Freude.

Nur für den Empfang der Eucharistie hatte es zeitl. nicht gereicht.
Leider. Und ich brauch´ sie doch.
Daher fahre ich heute Abend noch nach Neustadt/ a.d. Weinstraße.
Früher sagte man Neustadt/ an der Haardt.
Es gilt als die "Perle der Pfalz".
...
So. Ich bin wieder zurück.
Die Kirche war zugeschlossen, nahe des Marktplatzes,
vermutlich, weil man mittlerweile nicht mehr genügend
Pfarrstellen besetzen kann. Es erfüllte mich daraufhin Traurigkeit,
Ratlosigkeit. Es ist wohl eine Entwicklung unserer Zeit.
Doch es werden auch wieder andere Zeiten kommen.
Davon bin ich überzeugt, dies belegt uns die Geschichte.
"Das Pendel schlägt immer von einem Extrem
zum Anderen aus.", lehrte uns u.a. der Professor für alte
Kirchengeschichte, den ich sehr mochte und schätzte.

Überlegte ob ich ins Kino gehen soll und diesen "Illuminati"-Film anschauen,
der mir wärmstens empfohlen wurde. Doch sein Inhalt würde mich vermutlich
mittlerweile langweilen. Ich glaube daran dass Christus seine Kirche schützt
und leitet, bis zum Ende der Zeiten. Dass sie die Mächte der Finsternis
trotz oder gerade wegen allem Chaos niemals zerstören oder überwältigen können.
Dass sie die Statthalterin Gottes auf Erden ist. Seine Mittlerin, sein Werkzeug.
Trotz aller irdischer Begrenztheit und Fehlerhaftigkeit.

Morgen werde ich in den Tierpark gehen, eine Beerdigung begleiten
und die Frauen von der KfD besuchen, auf ein Tässchen Kaffee.
Obgleich ich weder Praktikant, noch sonstwas,
sondern nur Hilfs-Organist bin. Auxiliar-Organist, sozusagen ?
Klingt gut irgendwie. Hahaha.

Ob ich mich auf den Kaffee freue ?
Ja. In aller Aufrichtigkeit: ja.
Meinen Kommunikationsdrang stillen,
zuhören, beeinander sein. Ein Stückchen Kuchen gar ?
Hmm. Njam. Fein. Der Gedanke.

Zugegebenermaßen hatte ich schon Erlebnisse
die für mich noch stärker und beglückender waren.
Außergewöhnlicher. Bahnbrechender.
Doch diese kommen vielleicht alle 10 Jahre mal vor.

Was diese Erlebnisse z.B. waren ?
Hm. Das verrate ich ein andermal.

Auf dem Weg nach Hause besuchte ich das Grab meines ehem. Lieblings-Busfahrers.
Ihr werdet nun vielleicht verwundert, verblüfft oder gar erheitert sein.
Aber es ist so. An seinem Grab ergeht es mir ähnlich,
wie am Grab von Anneliese Michel aus Klingenberg oder am gläsernen Sarg
des unverweslichen Leichnams Johannes XXIII. im Petersdom.
Es erfüllt mich an diesen Orten tiefer Friede, Geborgenheit, Wohlgefühl.
Mancher mag dies jetzt für bizar halten. Doch das ist es nicht.

Die Heiligen, Seligen, Erlösten können für uns Fürsprache einlegen
am Throne Gottes, Christi. Davon bin ich zu innerst überzeugt.

Gute Nacht. Bis bald.
Alles Liebe. Christian.

Fürsprecher im Himmel und auf Erden

Meine lieben Freunde,

heute möchte ich Euch gerne ein bisschen was zur Heiligenverehrung
innhalb der kath. Kirche erzählen. Für jeden Tag des Kirchenjahres,
für jedes Anliegen, für jede erdenkliche Not auf Erden gibt es
nämlich einen beauftragten Schutzheiligen im Himmel,
laut der kath. Lehre.

Aus Protestantischer Sicht ist das nicht so.
Die Verstorbenen warten bis zum jüngsten Tag
der Auferstehung in Jesus Christus.
Aus damaliger Sicht der jüd. Saduzäer zur Zeit Jesu
erst Recht nicht, den sie glaubten garnicht an ein Leben nach dem Tod.

Aber. Man kennt aus dem neuen Testament die Berichte von der Verklärung
Jesu auf dem Berge Tavor, seine dortige Unerhaltung mit Mose und Elija,
den AT-Propheten (vgl. Matth. Kap. 17). Man weiss um die Zusage Jesu zum sterbenden Schächer am Kreuz auf seiner rechten Seite: "Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein !" (vgl. Lk 23,46)

Diese Stellen in der Heiligen Schrift geben beispielhaft und grundlegend die Hoffung, dass direkt nach dem irdischen Gericht und Tod, die Seele aufersteht zu Gott,
in die Ewigkeit. Wenn auch noch nicht wie es zum Ende der Zeiten geschehen soll,
mit dem neuen Leib, jedoch wesenhaft, verklärt, in die Dimension
des Himmels, der Ewigkeit, mit einem mystischen, sozusagen "Lichtleib".

Die Heiligen, Seligen, Erlösten.
Es gibt eine Stufung laut kath. Lehre.
Können allesamt Fürsprache einlegen für die Menschen
auf der Erde. Dies ist kein unreifer Kinderglaube,
keine Sehnsucht nach dem großen Beschützer und "Macker".
Sondern höchste, heiligste, überirdische Realität.
...
Mehr schreibe ich Euch dazu bald.
(vgl. http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html )

Heute brauche ich die Fürsprache Mariens und der kleinen Bernadette.
Darf nämlich Orgel spielen und habe mir das Gloria von Lourdes rausgesucht.
Es ist, wie ich es halt mag, äußerst wuchtig, jenseits von konservativ oder progressiv.
Aber alleine schaffe ich das niemals nicht. Wenn Ihr wollt betet auch für mich.
Seid mit mir dabei, in Eurem Geiste. Ich berichte Euch später wie es lief.

Vor allem einladen zum Fürbittgebet möchte ich natürlich meine Brüder und Schwestern, die sich im Rheinpfalz Kreis dem Lux, dem Lichte verschrieben haben,
jene von K-Town und von Mannheim. "Grrrrr !"
Ganz heimlich, vermeintlich in Herzen aus Stahl, für den dummen, armen,
harmlos "ver-rückten" Christian beten. Das wär´ mein Traum.
Gott möge es Euch überreich vergelten.

Bis später. Alles Liebe.
Euer Christian.

Samstag, 27. Juni 2009

Mixtura alla Mixa

Meine lieben Freunde,

was soll ich sagen ? Was möchtet Ihr vielleicht gerne hören ?
Das Glaubensbekenntnis, man verlangt es u.a. von jenen
Theologen die durch Irrlehren aufgefallen sind. Auch von Weihekandidaten.
Beides trifft auf mich aktuell nicht zu. Selbst meine Vermutung, dass alles
voherbestimmt ist, prädestiniert ist. Es ist nur eine These. Man kann sie
hier, innerweltlich nicht zu 100 % belegen oder widerlegen.

Privates wollte ich Euch hier in meinem Blog erzählen.
Dinge die man eben nicht in Dogmatischen Handbüchern liest.
Interna.

Zum Beispiel...

Ihr werdet Euch nun nicht mehr wundern.
Es passt wohl zu meiner Charakterstruktur und
wir kennen uns mittlerweile ein bisschen...

Bischof Mixa. Obwohl er eigentlich nicht mein zuständiger Bischof
von 1999-2005 beim Studium in Eichstätt war.
Ihn mochte ich sehr.

Er war ganz anders als der ehem. Bischof von Speyer Dr. Schlembach.
Otto Schüssler, mein damaliger Regent der mich ablehnte,
war früher Sekretär Schlembachs. Dies sind Fakten. Keine Wertungen.
Sie sind gut bekannt miteinander, Vertraute.

2mal im Jahr lud Mixa uns in sein Palais in Eichstätt zum Semestergespräch ein.
Wir beteten zusammen das Brevier, feierten zusammen die Heilige Messe.

Danach aßen wir miteinander in dem festlichen Raum, wo normalerweise
das Domkapitel tagt. Er bewirtete uns väterlich mit Pizzabrötchen, Rotwein
oder einer Mixtur von Säften. "Mixtura alla Mixa !", sagte er mal dazu in unschuldiger Freude. Er war so ganz anders. Ich war nicht der Herr Magin. Nicht der Kandidat,
den man 2mal im Jahr kurz besucht und eigentlich die ganze Zeit nur beargwöhnt,
wie ich es in Speyer erlebte. Sondern ich war eben "sein" Seminarist,
wenn auch von Speyer. Sein Christian.

Was soll ich weiter dazu sagen ? Es ist Faktum. Ich möchte damit nicht spalten,
nichts vorwerfen. Jeder der diese Situation miterlebt hatte, auch bei Anderen,
kann diese Aussagen nur neutral bestätigen.

Zigarren bot er uns an. Erzählte mit uns über Gott und die Welt.
War sich nie zu fein für sowas. Hatte nicht Angst vor irgendwelchen politischen Verwicklungen oder dummem Gerede. Lebte nicht alleine in seinem goldenen Turm.

Einmal empfing er sogar meine Heimatfeuerwehr aus der Pfalz.
Wir machten "zufällig" einen Ausflug in diese Richtung und schauten
in meinem Studienort Eichstätt vorbei und in Neuburg. Ich klingelte einfach.
Obgleich er eine Delegation von Priestern gerade empfing...
lies er sie warten und wendete sich uns zu.
In all seiner Freundlichkeit und seinem Charme.
Was soll ich weiter dazu sagen ?

Dass er mir danach lediglich eine Unterkunft in Benediktbeuren
vermitteln konnte, obgleich ich mein Diplom mit 3 abgeschlossen habe,
durchweg gute Beurteilungen besitze, nie was Schlimmes vorgefallen war, ich nichts verbrochen habe, trotz allem Frust nicht zum Alki wurde ?
Bis heute kann ich dies nicht verstehen.

Als mich Speyer ablehnte, ließen mich jedoch eben politisch korrekt alle fallen.
Eichstätt, der Regent von Augsburg, mittlerweile auch Trier.
Man warf Mixa damals vor, dass er jeden zum Priester weihen würde,
möglicherweise sogar Katzen.

Sowas ist absurd und unverschämt. Eine teuflische Verleumdung.
2-4 Jahre Studium im Priesterseminar.
2 Jahre Pastoralpraktikum in der Pfarrei.
Dies ist eine lange Zeit.
Da kennt man seine Leute und
die Leute wissen was sie wollen- was Gott von ihnen will.

Ja. Es klappt nicht. Mit den nur frommen Beiträgen im Blog.
Mit meiner "Flurbereinigung".
Muss Euch mein Inneres preisgeben.
...
Manche werfen mir immer wieder vor ich wäre nur auf die Uniformen
ausgewesen, deshalb zum Bund, zur Feuerwehr, mit meiner unsäglichen Not
zu den Polizisten.

Dies ist völlig absurd. Könnte ich Tag und Nacht haben.
Z.B. im "Connex". Aber sowas mag ich nicht. Es ist für mich albern.
Gefährlich. An echter, zwischenmenschlicher, geistiger Nähe vorbei.
Wegen im glücklichsten Falle vielleicht 1/2 Minute höchster Lust,
alles opfern ? Die eigene Gesundheit aufs Spiel setzten ?
Nein.

Im Gegensatz dazu:
die guten Gespräche mit meinen Kameraden bei der Bundeswehr,
bei der Feuerwehr und auch mit so manchem Polizeibeamten/beamtin.
Sie klingen lange nach. Ohne bitteren Beigeschmack.
Gaben mir unendlich viel, meinem Gegenüber möglicherweise auch.

Das in der Öffentlichekeit stehen, mit seinem Äußeren und Inneren:
Recht, Ordnung, Hilfe und Zuwendung verkörpern ?
Dies hat bei Gott nichts mit einem Fetisch zu tun.

Ich kenne Leute die insgeheim einen Fetisch haben für Anzüge, Soutanen,
die Berufskleidung von Bauern oder Metzgern. Im Internet sah ich einen jungen Mann
der splitternackt ein Känguruh Kostüm aus Plüsch anzog, dazu passende Laute von sich gab, Kommentatoren fand die dies als "Hot" bezeichneten...
Ich könnte nun allen Ernstes kreischen vor Erheiterung.

Sie fügen sich selbst und Anderen mit sowas keinen Schaden zu.
Aber dies ist nix für mich. Keine tragfähige Maxime für mein Leben.
Da bleibe ich lieber bei der Art und Weise meiner bisherigen Videos.
Denn sie umschreiben Dinge die mir wirklich wichtig sind.
...
Wie´s weitergeht ?
Wir werden sehen.

Zur Zeit bin ich nach wie vor arbeitssuchender Diplom Theologe,
dessen größter Herzenswunsch seit der Ministrantenzeit ist,
Katholischer Priester, Herzenspriester, Militärpriester
zu werden. Ich habe durch meinen Organistendienst fortwährend Einblick
und Bezug zur Liturgie. Führe ein zölibatäres Leben.

Soweit für Jetzt.
Alles Liebe.
Euer Christian.

Freitag, 26. Juni 2009

Großes Glaubensbekenntnis

Meine lieben Freunde,

der Morgen graut und ich bin u.a. noch am Lesen.
Tja. Alleine. Zumindest rein innerweltlich gesehen.
Grüßen ? Möchte ich alle die Nacht-Wache halten.
Meine Brüder und Schwestern aus Neuburg, in Ludwigshafen,
im Rheinpfalz-Kreis, in Baden Württemberg, usw.

Die Nacht ist oft eine Zeit,
wo man in besonderer Weise ungestört
wichtige Dinge abarbeiten, in aller Ruhe
und Stille nachdenken kann.

Zum Beispiel über die katechtischen Taschenkarten.
Hier erscheint mir wichtig zu allererst
das Große Glaubensbekenntnis aufzuzeigen.
Es ging aus dem 1. Ökumenischen Konzil von
Nicäa 325 n. Chr. hervor.

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt
unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine heilige, katholische
und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt. Amen.


Liebe Grüße.
Euer Christian.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Gaudi

Meine lieben Freunde,

Antonio Gaudi, der große, gottbegnadete katalanische
Architekt. Er hat ein Verfahren am Hals.
Von Rom aus.
Obgleich er nicht mehr lebt.
Sowas :-)

Heute hat er Geburtstag.
Einen Tag nach Johannes der Täufer.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0622/magazin/0256/index.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Antoni_Gaud%C3%AD

Vielleicht kann ich Euch auch für ihn begeistern.
Denn ich mag ihn sehr.
Sein Leben, seine Vita, sein Vorbild.
Möchte seine herrliche Kunst irgendwann
mal vor Ort anschauen.

Und das Verfahren ?
Naja. Was soll´s.
Das kann man ihm doch nicht krumm nehmen ?
;-)
Jeder macht mal "Fehler".


Viele liebe Grüße.

Zug im Gleis

Meine lieben Freunde,

ich möchte und muss Euch von der letzten Nacht berichten.
Vom Abend. Erfüllt mit Gnaden, mit Geschehnissen, die so schön
und romantisch sind, dass man sie im Kino, im Märchen, auf Bildern
sicher als völlig überzeichnet und kitschig abtun würde.
Als vollkommen unreal.
Doch sie waren echt und Novalis hat recht.

Die Hl.Messe war sehr schön, andachtsstiftend, tief.
Kurz vor Beginn las ich "zufällig" im Direktorium
dass es ein Hochfest ist, Gloria, Credo, Halleluja Ruf, eigene Präf., feierl.Schlusss.,
Weiß, also Alles. Doch ich hatte nur einen Werktag vorbereitet.
Wir arbeiteten nochmals alles durch. Neue Lieder, neues Halleluja.
Und es klappte sogar, gottlob, St.Cäcilia sei Lob und den Anderen.

"Du bist o Herr das Lebensbrot", sang ich wärend der Kommunion,
weil ich es mit dem Variieren noch nicht so drauf habe
und das Orgelspiel doch etwas länger andauern sollte.
Bei Orgamaten legt man sicher nur eine neue CD nach.
Aber ich möchte niemals ein Orgamat werden, kein Orgeltipper,
und kein Gläubiger Mackkenzees. Aber diese Platte kennt Ihr sicher bereits.

Später fuhr ich zum Zug. Wollte nach K-Town.
Plötzlich hielt am BHF Germersheim die Bahn und der Schaffner
teilte uns die "Horrornachricht" mit: da ein anderer Zug noch im Gleis
steht, ist hier Endstation und es fährt zur Nacht kein Zug mehr nach K-Town.

Ich spürte dass es nach Fügung riecht. Doch dieses Wort "Fügung".
Zugegebenermaßen bin ich es leid. Es ist mir zu schwach, zu lasch.
Eigentlich fühle und denke ich ein anderes Wort, welches alleine nur
dieser erbärmliche, unselige Schicklgruber besudelt hatte. Davor und danach
war es eigentlich immer koscher. Bis zum heutigen Tage.
In frommen Kreisen nach wie vor. Es gibt sogar danach benannte Ordensschwestern.

Die göttliche Vorsehung.

[Ja. Ich spüre es schon. Es wird mir wohl ergehen wie meinem großen Ex-Vorbild,
mit den schlohweissen Haaren und einem Faibel für Brüsseler Spitze.
Erzähle ich von Saumagen brechen die Strafgerichte der Veganer über mich herein.
Von der göttl. Vorsehung, die Urteile derer die einen
Tun-Ergehen Zusammenhang fürchten. Aber letztlich. Darf ich keine Katzen weihen.
Weil ich doch nur _affe werden wollte. Und nun Harz IV Assi bin.]

Man wies mir den Weg in die Ortsmitte Germersheims. Es ist in der Nacht fast wie ein Dorf. "Können sie mir auch sagen, wie ich nach Speyer finde ?"
"Waaaas ? Das ist total weit und dunkel !"
Ja. Aber es ist sehr mild.

20 Euro hätte mir die Frau geschenkt, damit ich ins Hotel gehe.
Sie ist zufällig mit jenem bekannt der mich in Speyer akt. ablehnt.
Ja. Wieder nur "Zufall". Oder ?

Ich suchte selber den Weg Richtung Speyer.
Die Nacht war wundervoll warm, unbeschreiblich mild.
B 9 ist für Fahrräder nicht geeignet und
meine Brüder wollte ich nicht fragen. *Schluck*
Nein. Bei Gott nein.

So fuhr ich über die Landstraße Richtung SP.
Am Tankhof hielt ich inne.
20 € schenkte man mir schonmal am Abend
und ich hatte mittlerweile Hunger, Durst.

Currywurst und Malzbier.
He. Nicholas. Hörst Du ?
Es schmeckte köstlich.
"Bubenbier" sagte ich als Kind immer dazu.
In Schwangerschaft und Rekonvaleszenz,
steht im Arztbuch meiner Oma:
soll man es trinken.

Schwanger bin ich nicht,
doch rekonvaleszent ?
Hm. Dies überlasse ich Eurem klugen Urteil.

Fernfahrer saßen im Lokal und ich schaute
mir meine lb. Mitmenschen an. Dachte nach.
Betrachtete darüber. Mit der Basball-Cap NY
und den roten Turnschuhen. Keiner hätte gedacht.
Dass ich am Abend noch im "Direktorium Spirense" gewühlt hatte,
anstatt in der "FHM" wie damals beim Bund.
In aller Demut sage ich dies.

Danach fuhr ich weiter Richtung SP.
Als ich in die Stadt kam.
Es war schätzungsweise 4 Uhr morgens und der Himmel
wurde schon hell, bog ich am kath. Schwerdtgymnasium
in die Straße ein, fuhr die Allee Richtung
Rückseite des kath. Vinzenziuskrankenhauses.

Der Himmel war vollkommen orientblau,
wie damals in Lourdes zur Nacht
und die Lindenbäume dufteten bereits
köstlichst schwer.

Von Ferne sah ich etwas, von dem ich
erst dachte es sei ein Pappschild,
oder sowas.

Als ich näher kam sah ich, was es war.
Ich dachte, dass ich träume, dass ich Drogen
oder Äther gesoffen habe, schlafe, im Fieber liege.

Aber es war echt und völlig surreal.
Ein junger Bursche ~16/17 mit strohblonden,
lockigen Haaren hielt ein ca. gleichaltriges Mädchen
im Arm. Sie trug ein langes rotes Kleid.

Er streichelte sie vorsichtig und bedächtig über den Kopf,
schaute sie in unendlicher Liebe und Zartheit an.
Auf ihren Kopf hinab. Sie stand auf den Zehenspitzen
und schmiegte sich an ihn.

Es nahnm mir fast die Luft weg.
Ich fuhr mit dem Fahrrad weiter,
hatte wieder Wasser auf den Wangen.
Sowas unendlich Liebes
und zugleich völlig Unschuldiges. Die Blütendüfte dazu.
Die Orientblaue Nacht in der Domstadt. Die heilige Stille.
Es übertraf alles, was ich mir vorstellen kann.
Adam und Eva, alle Folgen "Blaue Lagune",
die 2 Königskinder, Hänsel und Gretel...

Wie in Trance fuhr ich die Maximilianstraße hinauf,
stellte fest dass noch mehr junge Frauen in Kleidern,
Burschen in Anzügen, mit einem Bollerwägelchen und leeren
Bierdosen, anscheindend von einem Abi-Ball o.ä. heimkehrten.

Durchs Altpörtel Richtung Dom fuhr ich. Machte Fotos
vom Dom, von der Nacht, von diesem nächtlichen Wunder,
damit Ihr mir glaubt. Damit Ihr nicht denkt: ich hätte nur
eine zu blühende Fantasie.
Maximilianstr-Speyer
Als ich mitten auf der Straße stand,
vor dem Dom und Fotos machte, hörte ich plötzlich
aus einem Hof ein Auto herausfahren.
In meinem Inneren ahnte ich wer´s ist.
*Schluck* Doch ich fotografierte zu Ende,
drehte mich um und blickte auf den dunklen
Hella-Balken. Mein Gott. Nein.

Ich "floh" mit dem Fahrrad aufs Trottoir,
wie in einem Bühnenstück und blickte weg.
Auch wenn ich sie allesamt lieb habe,
in meinem erbärmlichen Herzen trage. Wir wollen uns nun,
nur noch aus der Ferne verbunden sein.

So mild wars. So schön und still.
Ich setzte mich auf die Stufen zum Dom und blickte Richtung
Altpörtel. 1/2 Stunde etwa, dann war ich mit den Gesätzen durch.
Für mich, für den Vicarius, für die Anderen dort,
für meine Brüder und Schwestern dahinter.

Dann fuhr ich heim.
"Allein". Zap das war´s.
Bis bald. Alles Liebe.
Christian.

Mittwoch, 24. Juni 2009

יוֹחָנָן הַמַּטְבִּיל

Meine lieben Freunde,

dies ist das hebräische Wort für den Wegbereiter Jesu,
dessen Gedenktag wir heute feiern: Johannes der Täufer.
Er taufte Jesus selbst im Jordan, wie die Bibel berichtet.

Evangelium nach Johannes: Kapitel 01, 29 – 34
[Die Worte Johannes des Täufers über Jesus von Nazareth]
■ "Des andern Tages sieht Johannes Jesus zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und ich kannte ihn nicht; sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich gekommen, zu taufen mit Wasser.
■ Und Johannes bezeugte und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem heiligen Geist tauft. Und ich sah es und bezeugte, daß dieser ist Gottes Sohn."

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_der_T%C3%A4ufer

Heute darf ich wieder zum Gottesdienst orgeln,
den Abend zu Johannes der Täufer und die Nacht werde ich vermutlich
in aller Stille in K-Town verbringen. Darüber nachsinnen
welchen Weg Gott mir zeigen wird.
Ihm in kindlichem Vertrauen, seinem Sohn und dessen
Mutter meine Sache wiederum aufs Neue ganz und gar
in die Hände legen.

Bis bald. Alles erdenkliche Liebe.
Euer Christian.

Goethe

Meine lieben Freunde,

ein Freund von "You Tube"
übersandte mir ein Gedicht Goethes. Es passt seines und meines Erachtens
hervorragend zur Grundthematik unseres Daseins, meines Blogs.

Joh.Wolfgang v. Goethe
Die Lieb

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was läßt uns lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.


Liebe Grüße.
Euer Christian.

Montag, 22. Juni 2009

Taschenkarten

Meine lieben Freunde,

auch wenn ich es bis heute selbst mit bestem Willen
nicht geschafft habe, die neuen Liedwünsche zu erfüllen.
Zur Zeit in Ludwigshafen/ Rhein bin.

So kam mir doch eine Idee, bezugnehmend auf die mehrfachen,
interessierten Anfragen zu grundlegenden Glaubens-Aussagen
des Christentums und der katholischen Kirche.

Wie wäre es, wenn man Taschenkarten anfertigen würde,
ähnlich bei Bundeswehr und NATO, auf denen in aller Kürze,
fernab von schulmeisterlichem Besserwissen und
pharisäischem Moralisieren wichtigste Infos
zu Glaubens Grundlagen stehen ?
Zur gelingenden Lebensbewältigung
im Sinne Jesu und bewährter Überlieferungen ?
...
Auch wenn es in Strömen regnete und wieder schwere "Unwetter"
bei mir zu Gast sind. So bin ich nun gottlob in Lu´
durchatmen, ein Gegenüber finden zum Erzählen,
Kaffee trinken, miteinander die Seelen "klingen" lassen.

Wir wollen Einander verbunden bleiben,
in Gedanken und Gebet.
Wollen uns einfach gut sein.
So wird alles gut.
Damit die Kultur des Lebens und der Liebe lebt,
wächst, Früchte trägt.
Bis hinüber in die lichte Ewigeit.

Denn der Tod ist nur eine Lüge des Teufels.

Bis bald.
Alles Liebe. {} -xx
Euer Christian.

Trinität zur Nacht

Meine lieben Freunde,

es ist schon spät. Doch ich möchte Euch noch Rückmeldung geben, weil es mir wichtig ist. Weil es gut tut. Weil es viel, achso viel zu Erzählen gibt.

Das Orgeln heute morgen.-
Davor übte ich noch. War ähnlich aufgeregt wie damals 2001 zum Feierlichen Gelöbnis, wo ich mein Aufsätzchen in Bayreuth vorlesen durfte. Spürte wieder diese seltsame Wahrnehmung. Diesen Art Mantel der mich umgab. Er war heute angenehm, passte. Ich fand trotz aller Aufregung noch die notwendigen Gedanken. Zog die bestmöglichen Register. Dachte an´s Jesuskind das in der Orgel wacht. (Es ist kein infantiles Bild. Sondern ein scheinbarer "Zufall", der mir zur abgrundtiefen Metapher wurde).

"War´s recht ? War´s OK ?"
Ich weiss. Selbstbewusste Künstler fragen nicht. Sie wissen, dass es recht war.
Manager Priester schon dreimal nicht.
Sie sind dafür viel zu vollkommen.

"Tja. Mit so einem Habitus ist er eben sicher nicht geeignet.
Dieses Schulbuben-Gehabe.", sagen nun Manche garantiert wegwerfend.
"Aber Martin hat sich vor blanker Angst bei den Gänsen versteckt,
als rauskam was ihm blüht. Paulus brüstete sich mit seinen Schwächen,
um einem Anderen den gebührenden Raum zu schaffen. Der Pfr. aus Ars ?
"Tja. Wir wissen es heute besser !", könnten nun Jene sagen.
"Mack Kinzee hat uns die Wahrheit geoffenbart."

Wenn sie das glauben, so muss ich gestehen:
ich mag nicht Mack Kinzee entsprechen
oder aalglatten Managern, die kälter wie Trocken-Eis sind.
Irgendwelchen Blendern und Lügnern.
Tut mir leid.

Ich möchte echt sein.
Glaubhaft. Innen wie Außen gleich.
Auch wenn´s ein hoher Anspruch ist.
Viel kosten wird.

Doch ich habe alles auf eine Karte gesetzt.
Am letzten Freitag war mein liebstes Hochfest.
Ich hatte es vergessen. Stand "zufällig" in der 2.Messe und hörte
es regelrecht fassungslos. Wie ein Schaf.
"Oh. Nein. Ich hab´s vergessen. Wie konnte nich nur ?"
Wo ich doch immer drum bitte,
dass er immer mehr angleichen möge.
Mein´s in seins macht.

Doch er macht. Nicht ich.
Sein Wille ist nicht mein Wille.
Seine Gedanken sind nicht meine Gedanken.
Wenn ich den Weg gehen soll,
der auf Erden in die Leere führt, ins Scheitern,
in die Aussage "es wäre so schön gewesen,
aber es sollte nicht sein."

Dann muss ich´s annehmen. Ist es Teilhabe an seinem Kreuz.
Gnade. Geschenk. So brutal und absurd es klingen mag.
Das Kreuz ist innerweltlich gesehen absurd.
Mehr noch: pervers.
Folterinstrument, Schandpfahl.

Doch ich fühle mich darunter geborgen.
Schlief in Lourdes des Nachts darunter auf dem Berg,
nur unter einer Wolldecke. War so froh und zufrieden.

Durch das überirdische Licht der Auferstehung, des "Happy Ends",
der Heiligen Drei Tage, der bereits vollkommenen, himmlischen Kirche
wird das Kreuz in und durch Jesus Christus verklärt,
heilig, anbetungswürdig, "Pfosten der den Tod abhält",
"Planken der uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt",
zum Segens-Instrument.

Das Böse wird zum Diener des Guten.
Der Teufel hat durch die Kreuzigung Jesu auf auf Ewig sein Ende besiegelt.
Sein scheinbar größter Triumph tötet ihn,
denn Jesus Christus "tötet im Tode den Tod."

Passend dazu möchte ich Euch eine Rückantwort zur Trinität
mitgeben, wenns es denn Euer Interesse findet, Ihr noch Zeit und Lust
dazu habt. Morgen hoffe ich mit meinen Liedern weiterzukommen.

"Lieber ...,

herzlichen, innigen Dank für Dein Interesse, Deine philosophischen
Überlegungen, Deine interessanten Thesen.
Einfache Worte sind immer gut. Manche Gelehrte versuchen sich nur insgeheim
mit möglichst vielen Fremdworten und "drum rum Reden" wichtig zu machen.

Deine Überlegungen treffen soweit ich´s einschätzen kann ca. zu 70 % auf die kath.Lehre zu. Habe jetzt zu dieser Stunde keine Quellen parat, keinen Katechismus, der auf Jahrhunderte alten Gerüsten, vor allem von Thomas von Aquin, Augustinus, u.ä. basiert, aber ich versuche es ganz kurz zusammen zu fassen.

Die göttliche Dreifaltigkeit ist unendlich vollkommener zu sehen, wie ein Team von drei Personen. Sie besteht aus 1 Wesen und 3 Personen.
Relativ nahe kommt das Bild von drei Flammen, die zusammen eine einzige bilden.

Gott Vater ist zwar der Urpsrung. Der aus dem Nichts alles geschaffen hat. Der vor aller Zeit, vor allem Sein bereits war. Doch er steht in vollkommener Einheit mit seinem Sohn. Der Sohn ist "präexistent" bereits vor aller Zeit mit und im Vater gegenwärtig. Nur noch nicht gezeugt und menschgeworden.

Der Heilige Geist geht aus Gott Vater und Gott Sohn hervor und eint beide.
Er ist der Schöpfer Geist, wie Du so schön umschreibst. Er ist Ursprung, Quelle allen Lebens, allen Entstehens. Lenkt und leitet das Universum.

Der Mensch hat, wie Du so treffend vermutest Anteil an der Schöpfer Macht Gottes, des Heiligen Geistes ! Er ist Abbild Gottes. Sein geschaffenes Kind.
Jesus Christus ist aus Gott gezeugt. Als einziger Mensch wahr Gott und wahrer Mensch zugleich. Daher auch die Marienverehrung. Weil Maria diese Schnittstelle ist, wo Gott seinen Sohn zeugte. Mensch wurde.

Die Menschwerdung war aus Gottes ewigem Willen vor aller Zeit so beschlossen, um die Erbsünde, die Schuld Adams zu tilgen, alle Sünden der Menschen zu tilgen. Den Menschen zusammen mit Jesus das Paradies zu öffnen. Jesus ist uns Bruder und Gott zugleich. Allein durch ihn und seine Auferstehung: können wir zum ewigen, vollkommenen Leben gelangen.

Alle Menschen die leben, je gelebt haben, leben werden umschreiben, wie ein Mosaik die unendliche Vielfalt des Göttlichen Wesens. Sind Ausfluss seines Willens, seiner Herrlichkeit.

Gott bedarf nicht unseres Lobes, nicht unseres Tuns.
Er ist vor aller Zeit und absolut vollkommen.
Jedoch ist es Zeichen seiner Liebe, dass er die Menschen schafft.
Er offenbart sich in allem was da ist, existiert.
Wie ein Maler in seinen Bildern.

Deine These mit den Rollen ?
Sie berührt mich persönlich sehr tief.
Ich war 1 1/2 Jahre Hausmeister-Gehilfe am Theater,
dachte viel über dieses Bild, diese Metapher nach.

Gott weiss um alle Rollen, um alle Empfindungen, um alles Erfahrbare,
was Menschen wie und wo auch immer wiederfährt. Jesus ist ihnen allen in seinem Leben, Leiden, Sterben, seiner Auferstehung zu innerst nahe.
Wer mit ihm leidet, wird auch mit ihm auferstehen. Mit ihm siegen.

Aber ich halte es für denkbar, hier ist es nur meine Vermutung und u.a. die des Augustinus, dass alles längst voherbestimmt ist. Gott zu allem schon das Buch geschrieben hat. Wir nur unsere Rolle spielen "müssen".
Zum Schluss alle wieder auf ewig vereint mit ihm im Paradies leben.

Die Kath.Kirche spricht von einem freien Willen. Von der möglichen Abwendung von Gott. Von der Hölle. Dem ewigen Getrennt sein.
Doch ich weiss nicht, wie weit das zu einem Gott passt, der zu aller erst
unendliche, vollkommene Liebe ist. Zur Lehre Jesu,
der selbst den ärgsten Sündern bis zum Schluss Chancen einräumt,
wenn sie denn umkehren.

Nochmals vielen, lieben Dank für Dein Interesse.
Schreibe bald mehr im Blog, vor allem belegt mit glaubhaften Quellen.
[...]"

Bis bald. Gute Nacht.
Alles Liebe.
Euer Christian.

Samstag, 20. Juni 2009

Findelkind im Orgelkasten

"Was soll ich dazu sagen. Was möchte, darf ich dazu sagen ? Zu innerst trage ich für diese Jugend Empathie und Mitleid in mir: wegbeamen aus einer knallharten Leistungsgesellschaft, die den Wert eines Menschen an seiner Nützlichkeit festmacht. Die überschrittene Frustrationstoleranz und der seelische Leidensdruck ? Sind nicht sie die wahren Gründe für Exzesse ?"

Wer das schrieb ?
Warum ?
Es ist zweitrangig.

Doch eine Begegenung machte mich heute sehr nachdenklich.

Wir kannten uns nicht. Waren uns im Grunde völlig fremd.
Doch es war gleich diese geheimnisvolle Vertrautheit da. Dieses Schwingen und Klingen.
Es hätte wohl mitterlweile fast mein Sohn sein können.

Mit den Sätzen zusammenszustellen tat er sich etwas schwer. Man sah regelrecht
wie die Räder in seinem Geiste arbeiten. Gemächlich. Einfach nachvollziehbar.
Doch ich habe Sorge um ihn. Diese Hochdruck und Hochleistungsgesellschaft.
Wird er in ihr einen gerechten und guten Platz finden ?
Wird man ihm eine echte Chance geben ?
Zu ihm stehen ?
Ihn mittragen wenns sein soll ?

Bei Gott. Ich hoffe dies so sehr.
Würde ihn am liebsten schützen.
Doch ich kanns nicht.
Kann nur für ihn beten.
Mir vorstellen wies wäre wenn er mein Sohn wäre.

Doch solche Gedankenspiele tun mir weh.
Sehr weh.
Sch...

Vielleicht denken Manche auch so über mich, fühlen auch so für mich.
Der Herr möge es ihnen tausendfach entlohnen.
...
Morgen darf ich orgeln.
Habe Schiss davor.
Doch ich bin zugleich unendlich froh und dankbar dafür.
Dass scheinbar endlich das absurde Kasperle-Theater rum ist.

Neue, niemehr zu hoffen gewagte Türen haben sich geöffnet.
Im Orgelkasten fand ich eine Figur des Jesuskindes.
Es lag alleine in der Krippe auf dem Stroh.

"Heee. Du Racker ! Was machst Du denn hier ?",
rutschte mir raus. Frech sowas ?
Dann küsste ichs auf die Stirne.
Gut tat´s.

Ihr fragt Euch ob dies eine Metapher war ?
Ein Bild ?
Oder echt ?
Wirklich geschehen ?

Hahahaha. Das überlasse ich Eurem klugen Urteil.

Bis bald.
Alles Liebe.
Euer Christian.

(P.S. Alles ist wohl Fügung. Zufall gibt es nicht.)
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